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Die Fasnet ist das größte Volksfest in Schramberg
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Fasnet in Schramberg

Von Mitte des 18. Jahrhunderts war es noch ein weiter Weg, bis sich die Schramberger Fasnet mit Hansel, Narro, Brüele und Da-bach-Na-Fahrer durchsetzte. Heute gehört Schramberg zu den bekanntesten Narrenstädten Süddeutschlands. Jährlich kommen etwa 35.000 Besucher über die Fasnetstage nach Schramberg. Sie werden von tausenden Kleidlesträgern und Narren empfangen die etwa 30.000 Brezeln, mehrere Zentner Bonbons und Schokolade, tausende Bach-Na-Würstle an Kinder und Erwachsene verteilen. Auch kranke und alte Menschen werden nicht vergessen.

Die Narren besuchen regelmäßg das Altersheim. Besonders die Menschen mit Behinderung, die bei der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn ihr Zuhause haben, freuen sich jedes Jahr auf die Schramberger Narren. Die kommen nämlich jeden Dienstag vor der Fasnet zusammen mit der Stadtmusik ins Kloster Heiligenbronn.

Die Fasnet in Schramberg ist heute ein fester Bestandteil der Kultur geworden. Besonders die Da-Bach-na-Fahrt ist ein unwahrscheinlicher Publikumsmagnet. Zahlreiche internationale Zeitungen berichten jedes Jahr von diesem Spektakel. Tausende Zuschauer säumen am Fasetsmontag den Kirchenbach.

Die Schramberger Straßenfasnet beginnt am Fasnetssamstag mit der traditionellen Schlüsselübergabe. Der Oberbürgermeister gibt seine Macht - symbolisiert durch einen großen Stadtschlüssel - an den Zunftmeister ab. Die Stadtmusik spielt den Narrenmarsch und hunderte Besucher feiern auf dem Rathausplatz den Beginn der Straßenfasnet. Anschließend findet die Ordensverleihung mit dem mittlerweile schon traditionellen Wurstsalatessen statt. Am Samstabend im Bärensaal veranstaltet dann die Narrenzunft den Zunftball, auf den die Akteure seit Weihnachten geprobt haben.

Der Schramberger Hanselsprung
Am Fasnetssonntag ist dann ganz Schramberg auf den Beinen. Entweder als Kleidlesträger oder als Zuschauer. Über tausend Kleidlesträger nehmen mittlerweile am Hanselsprung teil. Unter den Klängen der Stadtmusik springen die Hansel und Narros mit ihrem Geschell durch die Stadt. Ein Anblick der den Besuchern durch Mark und Bein geht. Oder die hunderte Bach-Na-Fahrer die in langen Zweier- oder Dreierreihen zum Klang der Stadtmusik den Zuschauern zuwinken.

 Im Anschluß an den Hanselsprung findet dann der Brezelsegen statt, wo innerhalb einer Stunde etwa 25.000 Brezeln unters Volk gebracht werden. Kinder bekommen leuchtende Augen und so manchem Erwachsenen läuft eine Träne über die Wange. Eine Hanselbrezel ist nämlich etwas ganz besonderes - sie schmeck außergewöhnlich und duftet buchstäblich nach Fasnet. Sie glauben es nicht? Probieren Sie es aus.

Am Fasnetsmontag ist dann der Bär los
Frühmorgens ab 6 Uhr ziehen die Katzenmusiken durch den Ort um so manchen Narr aus den Federn zu holen. So mancher kam gerade erst heim wenn die Krach machenden Musiker durch die Straßen ziehen. Die Instrumente sind oft selbst gebastelt. sie sehen außergewöhnlich aus und das wichtigste ist, dass sie einfach Krach machen. Verschiedene Katzenmusiken treffen sich dann um 10 Uhr auf dem Rathausplatz um dort von den "strengen" Augen und Ohren der Elferräte ihre musikalische Kunst darzubieten. Den Elfern fällt es immer sehr schwer den Gewinner zu ermitteln.

Um 11 Uhr ziehen dann die Bach-Na-Fahrer mit Ihren Zubern und unter der musikalischen Begleitung der Rossgumpenband durch die Fußgängerzone zum Startplatz der Bach-Na-Fahrt.

Punkt 13 Uhr ist der Start der Da-Bach-Na-Fahrt, 40 geschmückte Zuber fahren jedes Jahr vor den Augen von oft über 10.000 Zuschauern den Bach hinab bis zur St. Maria Kirche (weitere Informtionen siehe Da-Bach-Na-Fahrt). Um 14.30 Uhr startet dann der traditionelle närrische Umzug mit riesegen Umzugswägen, Fußgruppen, befreundeten Zünften, Schulklassen und vielen anderen Narrengruppen. Auch hier werden die Zuschauer reichlich mit Gutsle, Brezeln und Orangen eingedeckt.

Am Fasnetsdienstag ist dann um 16 Uhr der Abschluss der Straßenfasnet. Gemeinsam mit vielen Kleidlesträgern, der Stadtmusik, hunderten Zuschauern feiert der Elferrat nochmals zum letzten Mal. Ein letztes Mal öffnet sich das Rathaustor und die Kleidlesträger strömen heraus zum Brezelsegen. Nur 6 Stunden später ist alles vorbei. Punkt 24 Uhr begräbt der Elferrat beim Rattenball unter lautem Geheule und Wehklagen die Fasnet.

Die Narren jammern jetzt laut: "Oh jerum, oh jerum dia Fanset hot a Loch". Und wieder beginnt das Warten auf die fünfte Jahreszeit, denn nach der Fasnet ist vor der Fasnet und jeder echte Narr hat im Hinterkopf: "'s goht dagega!"

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